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Der Beruf des Dolmetschers

Das richtige Wort am rechten Ort – einst lebensgefährlich, jetzt ausgeübt von erstklassigen Spezialisten.

Vor langer Zeit galt der Beruf des Dolmetschers als höchst gefährlich – wurden doch seine Vertreter, die in den Verdacht kamen, das Gesprochene im eigenen Interesse verfälscht oder ungenau wiedergegeben zu haben, eingesperrt oder gehenkt und in China war als Strafe für willkürliches Dolmetschen die Bambusfolter vorgesehen.

Heute ist dies alles Vergangenheit. Durch die Beauftragung eines großen, professionellen Dolmetschdienstes können Auftraggeber sichergehen, ausschließlich mit professionellen Dolmetschern zusammenzuarbeiten, die auf lange Erfahrung zurückblicken und sich strikt an die Standesregeln halten. Dennoch bleibt der Beruf des Dolmetschers sicherlich einer der anspruchsvollsten Berufe überhaupt, der natürliches Talent (und bei weitem nicht nur Sprachbegabung) sowie eine profunde Ausbildung und Eifer voraussetzt. Aufgabe des Dolmetschers ist es, unter Einbeziehung der jeweiligen momentanen Situation eine Botschaft aus der Ausgangssprache mit Genauigkeit und Verständnis für die unterschiedlichen Kulturen bei hoher Geschwindigkeit in die Zielsprache zu übertragen.

Dies erfordert, abgesehen von der perfekten Beherrschung unterschiedlicher Sprachen auf höchstem Niveau, die Fähigkeit des momentanen Mitdenkens und Reagierens, der Analyse der (mitunter nicht immer klaren bzw. undeutlich formulierten) Aussage und deren Synthese in der Zielsprache unter Verwendung des richtigen (Fach-) Vokabulars, der entsprechenden Genauigkeit und Betonung der richtigen Punkte sowie des sich Einfügens in unterschiedlichste Situationen und des Umgangs mit einer breiten Spanne verschiedenster Publika – und dies alles innerhalb von Sekunden. Schließlich ist es nicht möglich, einen Staatspräsidenten beim Fernsehinterview zu fragen, was er eigentlich gemeint hat.

Und dies kann natürlich mitunter bei Beauftragung von nicht geeigneten Dolmetschern zu peinlichen Schwierigkeiten führen wie zum Beispiel bei einem Staatsbesuch des amerikanischen Präsidenten Jimmy Carter in Polen. Seine Zuhörer waren höchst erstaunt als sein Dolmetscher die Aussage „I came to Poland because I love you people“ mit „I came to Poland because I want to make love with you people“ wiedergab.

Dolmetscher sehen sich vielen Herausforderungen gegenüber gestellt, wobei jedoch sicherlich die Berücksichtigung der kulturellen Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern zu den bedeutendsten gehören. So zum Beispiel verwenden Japaner niemals direkt das Wort „nein“, da dies als unhöflich gilt. Um die Verwendung dieses Wortes zu vermeiden, verfügt das Japanische über viele, in andere Sprachen nicht übersetzbare Konstruktionen. Dies ist nur ein Fall von vielen, in denen Dolmetscher über ein umfassendes Verständnis für die Kultur verfügen müssen, um keinen Fauxpas zu begehen.

Andererseits ist es eine Tatsache, dass international erfahrene Politiker und Manager sich häufig eines Dolmetschers bedienen, auch wenn sie die verwendeten Sprachen perfekt verstehen. Indem sie vorgeben, der anderen Sprache nicht mächtig zu sein, nützen sie den Vorteil, ihre eigene Muttersprache verwenden zu können und somit eine vollkommen gleichberechtigte Ausgangssituation zu vorzufinden und außerdem, während der Dolmetscher spricht, zusätzliche Zeit zum Überlegen und Formulieren des eigenen Standpunktes zu gewinnen.

Dolmetschen ist die Synthese einer Vielzahl unterschiedlicher Ansprüche – allesamt Facetten dieses aufregenden Berufes.

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